Sozialgenossenschaft

Was 1982 mit einem kleinen Jugendklub in Ost Berlin begann, hat sich mittlerweiler zu einer international vernetzten Organisation entwickelt: Ehemalige Straßenkinder bilden hier mit Unternehmen, Verbänden und Institutionen eine Inklusionsgemeinschaft, die sich der Solidarität, dem Umweltschutz und der Demokratie verpflichtet. Gemeinsam bringen wir Projekte auf die Straße, die innovativ und sozial zugleich sind.

In Aldous Huxleys Roman „Eiland“ singen die Vögel der fiktiven Insel Pala das Wort KARUNA , um die Menschen täglich an Mitgefühl und Solidarität zu erinnern. Unsere Organisation steht genau in dieser Tradition: Aktives Mitgefühl statt passivem Mitleid brauchen wir – und das von den unterschiedlichsten Menschen: von Kindern, Theoretiker*innen, Künstler*innen, Aktivist*innen, Ingenieur* innen, Lehrer*innen, Jugendlichen, Wissenschaftler* innen, Senior*innen und Obdachlosen. Lasst uns alle zusammen darüber nachdenken, in welcher Welt und in welchem Berlin wir morgen leben wollen!

Bonusfamilie

Wir sind inzwischen 67 Menschen jeden Alters von 17 bis 82 Jahren, vorwiegend aus Deutschland, aber auch aus der Schweiz, aus den U.S.A., aus Vietnam... Wir verstehen uns als erste solidarische Jugendgenossenschaft in Deutschland, weil es unsere Aufgabe ist, gemeinsam mit Jugendlichen eine Wahlfamilie, eine Bonusfamilie zu bilden.

Was wir tun?

Wir treffen uns und suchen gemeinsam nach Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit. So gibt es kaum Themen, für die wir uns nicht zuständig fühlen. Wir sind voller Empathie. Wir mischen uns politisch ein und beteiligen uns an einer lebendigen Demokratie. Wir mögen die Unterschiedlichkeit und üben uns in Toleranz. Durch das gemeinschaftliche fühlen wir uns nicht mehr allein-gelassen. Wir arbeiten daran, dass insbesondere Jugendliche, die auf eine liebevolle und gesunde Familie verzichten mussten, bei uns Sicherheit und Geborgenheit finden. Wir wollen niemanden ersetzen, weder die Jugendhilfe noch die Eltern. Wir wollen verlässlich sein, wenn andere nicht da sein können oder wollen. Wir wollen voneinander lernen. Wir fördern den Genossenschaftsgedanken und damit das Weltkulturerbe.

Willst du mitmachen?